Auch Sänger haben es am Übungsabend schwer.
(Eine Betrachtung von Gerhard Thiele)

 
         
         
 

Es ist „rührend“ wie Jens mit ausgebreiteten Armen dirigiert.
Wir sollen das ja auch ganz konsequent beachten und dabei nicht den Text mit den Regieanweisungen aus den Augen verlieren.
Da braucht man schon den „Hausfrauen-Blick“.
(Mit dem einen Auge nach unten zur Wäsche und mit dem anderen nach oben zu den Klammern.)

   

Rechts neben uns singt verlockend die 2. Stimme, so dass man da leicht hineingezogen wird, während links in der 3. Stimme noch die Noten diskutiert werden; und von hinten beantwortet jemand lautstark Fragen, die keiner gestellt hat!

Ich glaube, mit den Stimmen ist es wie demnächst bei der Wahl:
Bei der 1. Stimme kommt es auf die Person an oder sogar auf die Persönlichkeit.

Bei der 2. Stimme geht es um das Verhältnis - dementsprechend singt die 2. Stimme verhältnismäßig gut.

Die 3. Stimme singt häufig den Grundton – dazu der mahnende Hinweis: „Ohne Grund – nicht so ’n Ton!“

         

Ohne die besonders wichtigen „Überhangmandate“ – unsere Akkordeonspieler, Bassisten, Gitarristen, Perkussionisten und „Schnauzenhobler“ wären wir ganz und gar unvollständig. Wie diese die kleinsten Anweisungen von Jens sofort sicher umsetzen, ist einfach erstaunlich !

Ein besonderes Lob gebührt der Aufbautruppe in der sich unsere neueren Shanty-Brüder auch engagieren. Vor und nach jedem Auftritt packen sie für Transport und Lagerung mindestens eine 1/2-Stunde unsere Ausrüstung, dazu kommt noch der Auf- und Abbau vor Ort.

Wenn man fragt.“Na, wie geht‘s Geschäft?“ -- „Schleppend !“

   
 

    

Unsere Texte haben wir jetzt auf Bildschirmen. Bei Regen müssen wir wohl die Bildschirme mit Schirmen abschirmen.

Manchmal wird der Text nach oben oder unten durchgezogen, so dass wir mit dem Augenrollen gar nicht nachkommen. Es ist aber eine super Einrichtung, die uns sehr hilft, weil so auch die Hinterbänkler die Texte gut lesen können.

Das verdanken wir unserem Tontechniker, der sich vom Hobby-Töpfer hochgearbeitet hat, nur den Töpferkurs musste er abbrechen, er hatte sich im Ton vergriffen!

 
 

Dank und Anerkennung gebührt auch unserem Vorstand!

Super, wie der alles im Gange hält, da müsste er eigentlich Vorgang heißen!

Andererseits, wenn einer einen besonderen Vorschlag machte, musste er erleben, dass immer mindestens einer davor stand, also doch Vorstand!

 

Jüngst haben wir gelernt was eine Synkope ist. - Das ist eine Taktlosigkeit, bei der man eine Pause machen und trotzdem am Ende pünktlich ankommen muss.

Apropos Pause, das ist der meistgenannte Vorschlag, wenn gefragt wird, was wir als nächstes machen wollen.

Jens ist mit seinem sehr feinem Gehör ein anatomisches Wunder, was auch besondere Reaktionen auslöst: Wenn wir falsch singen, sträuben sich ihm die Nackenhaare, so dass er an manchen Abenden wie frisch toupiert nach Hause kommt. Wenn uns aber ein wunderbarer Dreiklang gelingt, machen die Härchen auf seinen armen "standing ovations"!

 

Ich wünsche uns noch weiterhin einen fröhlichen Fortgang dieser wunderbaren Feier und werde dem Anlass entsprechend meine nächste Getränkebestellung ganz theatralisch mit den Hamlet-Monologen tätigen:

„Two beer, or not two beer, that is the Question!“

„Wein oder nicht Wein, das ist hier die Frage!“ 

 

 
      01.12.2019 GTh  
         

-Ende-